Tag 1 von 30 der Blogserie – um 5 Uhr aufstehen

30 Tage lang jeden Morgen um 5 Uhr aufstehen

Heute ist der erste Tag meines ersten Experiments auf BetterEveryMonth.

Ich muss zugeben: Der Wecker war nicht mein größter Feind heute Morgen. Eigentlich bin ich sogar schon um 04:45 Uhr aufgestanden. Nicht aus heroischer Motivation, sondern weil ich noch in Ruhe meinen Kaffee trinken wollte. Wie bei vielen läuft bei mir nämlich ohne Kaffee absolut gar nichts. Schon gar nicht um diese Uhrzeit.

Und genau das war wahrscheinlich auch der erste kleine Erfolg des Tages:
Es war unglaublich still.

Keine Termine.
Keine To-do-Liste.
Kein Baby, das Aufmerksamkeit möchte.

Nur ich, mein Kaffee und ein ruhiger Start in den Tag.


Meine Morgenroutine

So sah mein erster 5-Uhr-Morgen konkret aus:

04:45 – Aufstehen und Kaffee trinken
05:00 – 20 Minuten Yoga
05:20 – Fertig machen für die Arbeit
05:40 – Frühstück (Porridge) und Reflexion
06:00 – Start in den Tag

Klingt erstmal ziemlich ideal – und tatsächlich lief der Morgen fast perfekt.

Fast.

Denn während ich motiviert auf meiner Yogamatte stand, hat mein Hund beschlossen, diese kurzerhand als Toilette zu benutzen.

Sagen wir mal so: Das war nicht ganz der spirituelle Start in den Tag, den ich mir vorgestellt hatte.


Was heute gut funktioniert hat

Trotz dieses kleinen Zwischenfalls lief der Morgen erstaunlich strukturiert.

Vorbereitung am Vorabend

Eine Sache, die sich sofort ausgezahlt hat:
Ich habe meine Kleidung bereits am Vorabend bereitgelegt.

Das klingt banal, hat aber einen riesigen Unterschied gemacht.
Am Morgen bin ich nämlich nicht besonders entscheidungsfreudig. Wenn ich erst anfangen müsste zu überlegen, was ich anziehe, würde ich vermutlich schon wieder wertvolle Zeit verlieren.

So konnte ich mich einfach anziehen und weitermachen.


Yoga am Morgen

Die 20 Minuten Yoga haben mich wirklich überrascht.

Es war kein extrem anstrengendes Workout, aber danach fühlte ich mich wach und irgendwie klarer im Kopf.

Definitiv etwas, das ich in den nächsten Tagen weiter ausprobieren möchte.


Das Journal aus dem 5-am-Club

Beim Frühstück habe ich dann die Journalfragen aus dem Buch „The 5AM Club“ beantwortet.

Und hier war ich ehrlich gesagt etwas unsicher.

Teilweise wusste ich gar nicht so genau, was ich eigentlich hinschreiben soll. Ich hatte auch das Gefühl, dass man vermutlich schnell immer wieder ähnliche Dinge notiert.

Trotzdem habe ich mir Zeit genommen und überall etwas aufgeschrieben.
Vielleicht ergibt sich der eigentliche Nutzen dieser Übung erst über mehrere Tage hinweg.

Ich bleibe also erstmal dran.


Lern-Phase im Zug

Die sogenannte Learn-Phase habe ich auf meinen Arbeitsweg verlegt.

Da mein Mann Portugiese ist und wir möchten, dass unsere Tochter die Sprache von klein auf lernt, habe ich beschlossen, meine nicht wirklich vorhandenen Portugiesischkenntnisse etwas aufzubessern.

Mein Plan: ein Portugiesisch-Podcast im Zug.

Die Realität:
Die Sprecherin hat so schnell gesprochen, dass mein Morgenhirn komplett überfordert war.

Nach ein paar Minuten habe ich ehrlich gesagt aufgegeben und auf Musik umgeschaltet.

Und das hat mich tatsächlich tausendmal mehr für den Montagsarbeitstag motiviert.

Vielleicht muss ich hier einfach noch einen besseren Podcast finden.


Der restliche Tag

Der Arbeitstag selbst war… sagen wir mittelmäßig produktiv.

Am Nachmittag hatte ich ein kleines Müdigkeitstief.
Ein Red Bull später war dieses Problem allerdings auch wieder gelöst.

Nach der Arbeit ging der Alltag ganz normal weiter:

  • Tochter aus der Kita abholen
  • Kochen
  • Mit dem Hund raus
  • Aufräumen
  • Mit dem Baby spielen

Wenn ich es so aufschreibe, merke ich:
Eigentlich war der Tag ziemlich produktiv.

Mein Mann hat dann die Abendroutine übernommen, damit ich den Abend etwas ruhiger ausklingen lassen konnte.


Mein Fazit nach Tag 1

Der erste Tag des Experiments hat besser funktioniert als erwartet.

Was mir besonders aufgefallen ist:

  • Die Stille am Morgen ist unglaublich angenehm.
  • Vorbereitung am Abend spart morgens viel Energie.
  • Yoga ist ein überraschend guter Wachmacher.

Die Reflexion muss ich noch ein bisschen für mich entdecken und beim Portugiesisch-Podcast brauche ich definitiv eine langsamere Variante.

Und ja, vielleicht sollte ich auch ein Auge auf meinen Hund haben, wenn ich morgen wieder auf der Yogamatte stehe.


Morgen geht es weiter

Das war Tag 1 von 30.

Ich bin gespannt, wie sich mein Energielevel, meine Produktivität und mein Alltag über den nächsten Monat verändern.

Und ob mein Hund morgen wieder kreative Ideen für meine Yogamatte hat.

Tag 2/30 – um 5.00 Uhr aufstehen