
Einer dieser Tage
Heute war einer dieser Tage, an denen man zwar körperlich aufsteht, der Kopf aber irgendwie noch ganz woanders unterwegs ist.
Der Wecker klingelte und ich bin tatsächlich aufgestanden – aber kennt ihr dieses Gefühl, wenn man einfach nicht richtig „da“ ist? Genau so hat sich mein Morgen angefühlt. Irgendwie wie im Autopilot.
Alles lief zwar ab wie immer, aber ohne Energie. Ohne wirkliche Motivation.
Der Morgen im Autopilot
Also erstmal: Kaffee.
Normalerweise hilft mir der erste Schluck schon, ein bisschen wach zu werden. Aber heute? Leider nicht. Auch nach meiner Tasse fühlte ich mich noch ziemlich neben der Spur.
Danach stand wieder Yoga auf dem Programm.
Eigentlich war es sogar eine eher gemütliche Einheit – genau die Art von Yoga, die ich morgens normalerweise gerne mache. Aber während ich dort auf der Matte stand, kam immer wieder derselbe Gedanke:
Was mache ich hier eigentlich gerade?
Die Motivation fühlte sich heute einfach sehr weit weg an.
Schon während meiner Morgenroutine hatte ich dieses komische Bauchgefühl, dass heute irgendwie kein besonders guter Tag werden würde.
Stressiger Start in den Arbeitstag
Trotzdem habe ich mich fertig gemacht und noch mein Journal geschrieben.
Und plötzlich war ich schon über der Zeit.
Also hieß es: schnell zum Bahnhof, damit ich meinen Zug zur Arbeit noch erwische.
Nicht gerade der entspannte Start in den Tag, den ich mir mit diesem Experiment eigentlich erhofft hatte.
Ein zäher Arbeitstag
Mein Bauchgefühl hat sich dann leider auch im Büro bestätigt.
Der ganze Arbeitstag fühlte sich einfach… zäh an.
Nichts lief wirklich rund.
Die Stimmung war schwierig.
Und die Stunden wollten gefühlt einfach nicht vergehen.
Ich glaube, jeder kennt solche Tage.
Die, an denen man ständig auf die Uhr schaut und sich fragt, warum sie sich plötzlich nur noch halb so schnell bewegt.
Umso erleichterter war ich, als endlich 16 Uhr war und ich Feierabend machen konnte.
Regen, Heimweg und ein bisschen bessere Laune
Das Wetter hat übrigens perfekt zu meiner Stimmung gepasst.
Es hat aus Kübeln geschüttet.
Zum Glück hat mich mein Mann auf halber Strecke mit dem Auto abgeholt und wir sind gemeinsam unsere Kleine aus der Kita holen gegangen.
Allein dieser Moment hat meine Laune schon ein bisschen verbessert.
Manchmal sind es wirklich die kleinen Dinge.
Zeit mit der Kleinen
Zu Hause habe ich dann noch lange mit ihr gespielt, während mein Mann noch arbeiten musste.
Diese Zeit mit ihr erdet mich immer wieder.
Egal wie der Tag sonst gelaufen ist – sobald ich mit ihr spiele, wird alles irgendwie ein bisschen leichter.
Die Abendroutine haben wir uns heute aufgeteilt, weil sie ungewöhnlich lange gebraucht hat, um einzuschlafen. Normalerweise geht das bei ihr ziemlich schnell, aber heute war irgendwie der Wurm drin.
Manchmal habe ich das Gefühl, dass Kinder unsere Stimmung stärker wahrnehmen, als wir denken.
Vielleicht hat sie gemerkt, dass mein Tag nicht besonders gut war.
Oder sie hatte einfach keine Lust zu schlafen.
Das kann natürlich auch sein.
Spontaner Besuch
Als sie dann endlich eingeschlafen war, kam noch meine Schwester vorbei.
Wir haben gequatscht, gelacht und dabei völlig die Zeit vergessen.
Eigentlich tat mir das richtig gut.
Auch wenn es dadurch deutlich später wurde als geplant.
Der späte Abend
Als ich schließlich im Bett lag, war es schon ziemlich spät.
Und ich habe nur gedacht:
Hoffentlich komme ich morgen trotzdem aus dem Bett.
Denn wenn man schon müde ins Bett geht, fühlt sich der Wecker um 04:45 Uhr am nächsten Morgen noch ein bisschen brutaler an.
Fazit des Tages
Heute war definitiv keiner dieser Tage, an denen alles perfekt läuft.
Die Motivation war niedrig, der Arbeitstag zäh und die Energie irgendwie den ganzen Tag über begrenzt.
Aber genau solche Tage gehören wahrscheinlich auch zu diesem Experiment dazu.
Nicht jeder Morgen fühlt sich produktiv an.
Nicht jeder Tag läuft rund.
Trotzdem bin ich aufgestanden.
Trotzdem habe ich meine Routine gemacht.
Und vielleicht ist genau das am Ende der eigentliche Erfolg.
