
Ein Tag zum vergessen
Ach, was soll ich zu diesem Tag nur sagen…
Es gibt einfach Tage, da läuft gefühlt gar nichts – und die Laune ist entsprechend im Keller.
Die Nacht war schon der erste Hinweis darauf, dass heute kein besonders einfacher Tag werden würde.
Eine sehr kurze Nacht
Um etwa 01:30 Uhr habe ich meinen Mann abgelöst, damit er auch noch ein bisschen Schlaf bekommt und ich bei unserer Kleinen bleiben konnte.
Sie ist im Moment am Zahnen und entsprechend ziemlich unruhig. Viel geweint, viel herumgewälzt, immer wieder aufgewacht. Man merkt einfach, dass sie sich nicht richtig wohlfühlt.
Irgendwann gegen 03:30 Uhr ist sie dann endlich wieder eingeschlafen.
Und ich konnte auch noch ein kleines bisschen schlafen.
Als dann um 05:00 Uhr mein Wecker geklingelt hat, war meine Stimmung… sagen wir mal… eher mässig.
Ein sehr widerwilliger Start
Ich bin aufgestanden – aber sehr widerwillig.
Der erste Weg führte wie immer zur Kaffeemaschine. Normalerweise ist dieser Kaffee mein kleiner Rettungsanker am Morgen.
Heute allerdings hatte er irgendwie nicht die gewohnte Wirkung.
Ich sass da, habe meinen Kaffee getrunken und irgendwie vor mich hin gebummelt. So richtig in die Gänge bin ich einfach nicht gekommen.
Und plötzlich habe ich gemerkt:
Die Zeit ist schon viel weiter fortgeschritten, als sie eigentlich sein sollte.
Heute kein Yoga
Eigentlich hätte jetzt Yoga auf dem Programm gestanden.
Aber weil ich so lange herumgetrödelt habe und irgendwie nicht richtig wach geworden bin, hat die Zeit dafür einfach nicht mehr gereicht.
Und ehrlich gesagt hat mich das ziemlich genervt.
Ich wollte diese Routine wirklich durchziehen. Und jetzt gibt es diesen kleinen Unterbruch.
Aber so ist das Leben eben auch:
Es läuft nicht immer alles nach Plan.
Manchmal braucht man einfach ein bisschen mehr Zeit für sich, um überhaupt in den Tag zu finden. Und vielleicht ist das auch völlig in Ordnung.
Hektischer Aufbruch
Ich habe mich dann ziemlich schnell fertig gemacht und mein Journal geschrieben.
Allerdings diesmal eher in Rekordgeschwindigkeit, weil ich bereits spät dran war und meinen Zug zur Arbeit noch erwischen musste.
Nicht gerade der ruhige, strukturierte Morgen, den ich mir eigentlich vorgenommen hatte.
Ein Berg Arbeit
Als ich im Büro angekommen bin, hat bereits ein ziemlicher Berg Arbeit auf mich gewartet.
Und überraschenderweise war ich heute trotzdem extrem effizient.
Ich kam richtig gut vorwärts und habe viele Dinge erledigt.
Vielleicht auch, weil ich einfach nur noch funktionieren wollte.
Was ich allerdings deutlich gemerkt habe:
Meine Geduld war heute sehr begrenzt.
Immer wenn jemand zu mir kam, um etwas zu fragen oder mich mitten in meiner Arbeit unterbrochen hat – oder einfach nur random etwas erzählen wollte – hat mich das ehrlich gesagt ziemlich genervt.
Und ich glaube, man hat mir das auch ein bisschen angesehen.
Normalerweise bin ich eigentlich besser darin, mir so etwas nicht anmerken zu lassen.
Vielleicht war es einfach der Schlafmangel.
Oder dieser typische „Heute bitte einfach niemand mit mir reden“-Tag.
Wenig Energie, aber beschäftigt
Das Positive daran war allerdings:
Weil ich so beschäftigt war, habe ich die Müdigkeit eigentlich kaum gespürt.
Manchmal hilft Arbeit tatsächlich dabei, einfach im Funktionsmodus zu bleiben.
Zurück in den Familienalltag
Nach der Arbeit bin ich unsere Kleine aus der Kita holen gegangen.
Danach sind wir noch eine Runde mit dem Hund raus, bevor der Abend zu Hause weiterging.
Die Einschlafbegleitung war – wenig überraschend – wieder ein bisschen anstrengend.
Durch das Zahnen ist sie im Moment einfach sehr unruhig und braucht mehr Nähe als sonst.
Deshalb haben mein Mann und ich uns wieder abgewechselt.
Irgendwann ist sie dann aber doch eingeschlafen.
Ein bisschen Zeit für mich
Jetzt schläft sie und ich habe endlich kurz Zeit für mich.
Und ehrlich gesagt beschäftigt es mich gerade ein bisschen, dass ich heute so gereizt war.
Vielleicht liegt es am Schlafmangel.
Vielleicht auch am Wetter.
Oder einfach daran, dass jeder Mensch solche Tage hat.
Fazit von Tag 17
Heute war definitiv kein Vorzeigetag dieses Experiments.
Zu wenig Schlaf.
Kein Yoga.
Schlechte Laune.
Aber auch das gehört wahrscheinlich dazu.
Nicht jeder Tag fühlt sich motiviert an.
Nicht jeder Morgen läuft nach Plan.
Trotzdem bin ich aufgestanden.
Trotzdem habe ich den Tag irgendwie gemeistert.
Ich werde jetzt noch meine Lern-Phase erledigen und danach ziemlich sicher früh schlafen gehen.
Und dann hoffe ich einfach, dass die kommende Nacht etwas ruhiger wird.
Mal schauen, was Tag 18 bringt.
