
Zwischen Disziplin, Müdigkeit und kleinen Rückschritten
Tag 11 meines Experiments beginnt nicht mit einem perfekten „5-Uhr-Moment“, sondern mit einer ehrlichen Realität:
Ich bin heute bewusst 5 Minuten länger liegen geblieben, obwohl der Wecker schon geklingelt hat.
Und ich frage mich wirklich:
Wie schaffen das andere Menschen, direkt beim ersten Klingeln aufzustehen?
Bei mir ist es eher ein innerer Kampf zwischen dem, was mein Kopf will – und dem, was mein Körper offensichtlich komplett ignoriert.
Oder vielleicht ist es auch umgekehrt:
Mein Kopf will insgeheim genauso liegen bleiben, aber gibt es einfach nicht gerne zu.
Der Start in den Tag
Irgendwann habe ich mich dann doch aufgerafft – vor allem, weil ich gemerkt habe, wie sich ein Wadenkrampf langsam angekündigt hat. Zum Glück konnte ich ihn noch rechtzeitig abfangen.
Danach ging es in meine gewohnte Morgenroutine:
Kaffee.
Und erstmal ankommen.
Dieser erste Kaffee ist mittlerweile fast schon ein Ritual geworden – nicht nur wegen des Koffeins, sondern weil er mir diesen kleinen Moment gibt, in dem der Tag noch nicht ganz angefangen hat.
Yoga – entspannt, aber nicht wirklich wach
Danach habe ich mich wie gewohnt auf die Yogamatte begeben.
Heute war es ein sehr ruhiges, fast schon verspannungslösendes Yoga. Genau richtig für den Körper – aber ehrlich gesagt nicht unbedingt ein Energie-Kick für den Kopf.
Ich war danach eher entspannt als wach.
Kleine Routine, große Wirkung
Zum Glück hatte ich gestern Abend wieder etwas mehr Disziplin und meine Kleidung bereits vorbereitet.
Und ich merke jedes Mal: Das macht morgens wirklich einen Unterschied.
Keine Entscheidungen.
Kein Suchen.
Einfach anziehen und weitermachen.
Danach habe ich mich hingesetzt und mein Journal ausgefüllt.
Journal ohne Plan im Kopf
Heute war das ehrlich gesagt nicht so einfach.
Ich hatte das Gefühl, ich weiß gar nicht so richtig, was ich reinschreiben soll.
Kennt ihr dieses Gefühl, wenn man eigentlich noch halb im Bett steckt und der Kopf noch nicht wirklich „online“ ist? Genau so war es heute.
Trotzdem ging das Schreiben überraschend schnell – vielleicht auch, weil ich einfach irgendwas notiert habe, ohne zu viel nachzudenken.
Dann habe ich mich fertig gemacht und bin zum Bahnhof gelaufen.
Learning-Phase verschoben
Ehrlicherweise habe ich die sogenannte „Learning-Phase“ in den letzten Tagen eher auf den Abend verschoben.
Ich habe gemerkt, dass ich morgens eher Musik brauche, um überhaupt in Fahrt zu kommen. Podcasts oder konzentriertes Lernen funktionieren im Halbschlaf einfach nicht wirklich.
Also: Musik im Zug statt Lernen.
Und das ist völlig okay für mich im Moment.
Der Arbeitstag: viel Input, wenig Pause
Der Arbeitstag war heute wieder ziemlich intensiv.
Viele Sitzungen.
Viele Fragen.
Viele Themen parallel.
Am Ende des Tages war mein Kopf ziemlich voll.
Nach der Arbeit sind wir im Team noch kurz einen Kaffee trinken gegangen – was ehrlich gesagt genau die richtige Entscheidung war, um einmal kurz rauszukommen.
Familie, Kopfschmerzen und Abendmodus
Danach hat mich mein Mann abgeholt und wir sind gemeinsam unsere Kleine beim Opa abholen gegangen.
Zuhause haben wir noch ein bisschen gespielt, bevor mein Mann die Abendroutine übernommen hat, weil ich ziemliche Kopfschmerzen bekommen habe.
Keine Ahnung, ob es am Wetter lag oder einfach am Stress des Tages.
Unsere Kleine hatte dann zusätzlich noch Mühe beim Einschlafen, also habe ich später noch übernommen. Nach einer Weile hat es dann zum Glück geklappt.
Danach: kurz Abendessen, noch mit dem Hund raus – und endlich runterfahren.
Fazit nach Tag 11
Heute fühlt sich weniger nach „optimierter Morgenroutine“ an und mehr nach einem ehrlichen Alltagstag.
Was ich mitnehme:
- Nicht jeder Morgen startet perfekt – und das ist okay
- 5 Minuten länger liegen bleiben können sich schnell einschleichen
- Routinen helfen, auch wenn der Kopf noch nicht ganz wach ist
- Energie ist nicht konstant – sie schwankt mit Stress, Schlaf und Alltag
Und vielleicht ist genau das die eigentliche Erkenntnis nach 11 Tagen:
Es geht nicht darum, jeden Tag perfekt um 5 Uhr aufzustehen.
Sondern darum, trotzdem weiterzumachen – auch wenn es nicht perfekt läuft.
