
Ein etwas holpriger Start in den Samstag
Heute Morgen war Samstag und ich habe ehrlich gesagt eine halbe Stunde verschlafen. Eigentlich wollte ich früh und strukturiert in den Tag starten, doch der Abend zuvor hatte es in sich. Es wurde nämlich etwas später als geplant.
Es war einfach ein richtig gemütlicher Abend. Genau das wird vermutlich eine der grössten Herausforderungen dieses Experiments, vor allem jetzt im Sommer. Wenn man abends noch draussen sitzt, die warme Luft geniesst und gute Gespräche führt, vergeht die Zeit einfach viel zu schnell.
Das Problem ist dann natürlich: Wenn man um 4.45 Uhr aufstehen will, braucht man auch genügend Schlaf. Und genau das hat sich heute Morgen bemerkbar gemacht.
Am Ende bin ich um 05.15 Uhr aufgestanden.
Zwischen Stressgefühl und bewusster Ruhe
Interessanterweise hatte ich keinen wirklichen Zeitdruck, aber trotzdem ein unterschwelliges Stressgefühl. Vielleicht einfach, weil der Start nicht so lief wie geplant. Dieses kleine „Nicht-im-Plan-sein“ hat gereicht, um innerlich kurz Unruhe auszulösen.
Ich habe jedoch bewusst versucht, diesen Stress nicht zu stark wirken zu lassen und ruhig in den Morgen zu starten. Nicht direkt in Hektik verfallen, sondern Schritt für Schritt.
Also erstmal:
Kaffee.
Ich habe mir mein Käffchen gemacht und ihn ganz bewusst genossen. Kein Nebenbei-Trinken, sondern wirklich kurz innehalten und ankommen. Danach habe ich mein Yoga gestartet.
Yoga, Herausforderung und ein abruptes Ende der Entspannung
Heute war das Yoga ehrlich gesagt ziemlich anstrengend. Ich habe mich ein bisschen durchgekämpft und war richtig froh, als endlich die Schlussentspannung kam. Genau dieser Moment, in dem der Körper loslässt und man kurz einfach nur liegt.
Doch ungefähr 20 Sekunden später hörte ich:
Babygeschrei.
Damit war die Entspannung natürlich sofort vorbei. Mit weinendem Baby im Hintergrund funktioniert bei mir jede Form von Entspannung genau null Prozent.
Also bin ich aufgestanden, habe schnell einen Schoppen vorbereitet und ihn meinem Mann gebracht, damit ich mich fertig machen konnte. Diese kurze Unterbrechung gehört aktuell einfach dazu, auch wenn sie den Flow komplett rausnimmt.
Zum Glück ist unsere Kleine danach wieder eingeschlafen.
Ein ruhiger Moment für mich
So konnte ich im Anschluss in Ruhe mein Journal schreiben – ein Moment, den ich am Morgen wirklich schätze. Dieses kurze Sortieren der Gedanken gibt mir oft das Gefühl, wieder etwas Kontrolle über den Tag zu gewinnen, auch wenn vorher Chaos war.
Danach habe ich meinen schnarchenden Hund geweckt und bin mit ihm eine längere Runde spazieren gegangen.
Dabei habe ich ein Hörbuch gehört:
„Good Vibes, Good Life“.
Und ich muss sagen: Das hat mich wirklich gecatcht. Die Gedanken darin haben mich direkt angesprochen, vor allem die Perspektive auf Mindset und bewusste Lebensgestaltung. Ich werde es definitiv weiter hören, wenn ich Zeit habe.
Ein entspannter Familiennachmittag
Der restliche Samstag war dann eigentlich sehr entspannt.
Wir sind einkaufen gegangen, haben Abfall entsorgt und am Nachmittag kam meine Schwester mit meiner Nichte vorbei. Gemeinsam haben wir den Tag mit den Kindern draussen verbracht. Es war lebendig, laut, aber auf eine gute Art – genau diese Mischung aus Familie, Alltag und Sommerstimmung.
Solche Momente haben etwas Erdendes: Sie holen einen aus dem eigenen Gedankenkarussell heraus und bringen einen zurück ins Jetzt.
Abendroutine, Bewegung und gemeinsamer Abschluss
Später habe ich noch mein Workout durchgezogen – nicht besonders motiviert, aber konsequent. Danach habe ich mit der Kleinen die Abendroutine gemacht, was mittlerweile ein fester, wichtiger Teil des Tages ist.
Währenddessen hat mein Mann unser sommereinläutendes Abendessen vorbereitet:
Bruschetta mit Rucola-Salat.
Das haben wir dann gemeinsam auf der Terrasse in der Abendsonne gegessen. Wir haben lange gesprochen, gelacht und den Tag langsam ausklingen lassen. Genau diese ruhigen Abendmomente geben dem Tag rückblickend oft seine Qualität.
Fazit – nicht perfekt, aber rund
Der Tag war insgesamt sehr zufriedenstellend, auch wenn er nicht perfekt gestartet ist. Genau das ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis: Ein guter Tag hängt nicht davon ab, ob alles nach Plan läuft, sondern wie man mit Abweichungen umgeht.
Der Morgen war chaotisch und unterbrochen, aber der Rest des Tages hat sich trotzdem stabil und harmonisch entwickelt.
Für morgen habe ich mir fest vorgenommen, früher ins Bett zu gehen. Nicht als Ideal, sondern als realistische Anpassung.
Mal sehen, ob ich morgen wieder pünktlich um 4.45 Uhr aus dem Bett komme.
