
Tag 16 meines Selbstexperiments
Heute Nacht war wieder einmal… sagen wir: abwechslungsreich. Um etwa 3 Uhr musste ich mein Bett gegen das Bett der Kleinen eintauschen, weil sie aufgewacht ist. Entsprechend hätte ich heute Morgen durchaus gute Gründe gehabt, einfach liegen zu bleiben.
Aber das Experiment sagt etwas anderes.
Und obwohl ich wirklich nicht besonders lange geschlafen habe, bin ich tatsächlich relativ gut aus dem Bett gekommen. Nicht super fit – aber auch nicht komplett zerstört.
Was schon fast ein kleiner Erfolg ist.
Der Morgen
Wie inzwischen jeden Tag ging mein erster Weg natürlich zur Kaffeemaschine.
Mit meiner Tasse habe ich mich wieder auf die Terrasse gesetzt und versucht, den Morgen ein bisschen zu genießen. Das Problem: Regen. Kälte. Grau.
Ganz ehrlich – wann genau hatte der Sommer eigentlich vor, aufzutauchen?
Ich habe trotzdem versucht, mir die Laune nicht direkt vermiesen zu lassen und einfach meinen Kaffee in Ruhe zu trinken.
Danach stand Yoga auf dem Programm.
Und ich muss sagen: Die Yoga-Frau auf YouTube hätte ich am Ende wirklich erwürgen können.
Normalerweise endet die Einheit ja mit meinem geliebten Savasana – diesem entspannten „einfach daliegen und so tun, als wäre man sehr spirituell“-Moment.
Heute?
Stattdessen kam eine richtig fiese Bauchübung.
WTF?
Ich habe sie so halb motiviert mitgemacht, aber ehrlich gesagt war meine Begeisterung eher begrenzt.
Journal und Fokus-Frage
Danach habe ich mich fertig gemacht und mein Journal geschrieben.
Und heute war wieder einer dieser Tage, an denen ich nicht so richtig wusste, was ich eigentlich aufschreiben soll.
Ich hatte ja frei.
Also welchen Fokus setzt man für einen freien Tag?
Nach ein bisschen Nachdenken kam mir aber ein Gedanke:
Vielleicht geht es gar nicht immer darum, möglichst produktiv zu sein.
Vielleicht kann der Fokus auch einfach sein:
Einen ruhigen Tag zu haben.
Den Tag bewusst zu genießen.
Nicht alles durchzuplanen.
Das zählt vielleicht genauso.
Ein bisschen Arbeit am freien Tag
Ganz frei war der Tag allerdings trotzdem nicht.
Ich vertrete im Moment jemanden, der in den Ferien ist, und ein Task musste heute Morgen trotzdem kurz erledigt werden.
Also habe ich noch ein bisschen gearbeitet – zumindest so lange, bis die Kleine wach geworden ist.
Dann habe ich sie fertig gemacht und wir haben meinen Mann geweckt, damit er nicht zu spät zur Arbeit kommt.
Vormittag mit der Kleinen
Danach sind die Kleine und ich trotz Regen kurz spazieren gegangen.
Das Wetter konnte sich zwar nicht wirklich entscheiden, was es heute sein will, aber frische Luft tut trotzdem gut.
Den restlichen Morgen haben wir dann mit Spielen verbracht, bis es Zeit für ihren Morgennap war.
Besuch und überraschender Sonnenschein
Am Mittag kam eine Freundin mit ihren Kindern vorbei.
Und wie das manchmal so ist: Kaum hat man sich innerlich mit Regen abgefunden, kommt plötzlich doch noch die Sonne raus.
Also sind wir kurzerhand mit den Kids auf den Spielplatz gegangen und haben den Nachmittag dort verbracht.
Die Kinder hatten Spaß, wir konnten ein bisschen reden – eigentlich ein richtig schöner spontaner Nachmittag.
Der Abend…. und die Einschlaf-Hölle
Am Abend kam dann mein Mann nach Hause.
Und dann kam der Teil des Tages, der… sagen wir… etwas herausfordernd war.
Die Einschlafbegleitung.
Unsere Kleine zahnt gerade und ist entsprechend nicht besonders begeistert vom Leben.
Normalerweise schläft sie innerhalb von etwa 30 Minuten ein.
Heute?
Deutlich länger.
Es war einer dieser Abende, an denen man merkt, dass ein Baby einfach einen schlechten Tag hat – und man selbst gefühlt alles ausprobiert.
Ich habe mein Workout deshalb kurzerhand verschoben, damit mein Mann und ich uns beim Einschlafen ein bisschen abwechseln können.
Und wenn ich ehrlich bin:
Ich war jetzt auch nicht extrem traurig darüber, das Workout zu verschieben.
Meine Motivation hält sich gerade nämlich eher in Grenzen.
Der späte Abend
Jetzt, nachdem ich diesen Artikel fertig geschrieben habe, steht noch meine Learning-Phase an.
Im Moment lerne ich Portugiesisch-Vokabeln.
Und ich muss wirklich sagen:
Mir hat vorher niemand gesagt, wie schwierig diese Sprache eigentlich ist.
Aber gut.
Ein Experiment nach dem anderen.
Fazit von Tag 16
Heute war wieder einer dieser Tage, an denen nicht alles nach Plan läuft.
Schlafunterbrechungen.
Regenwetter.
Zahnungsschmerzen beim Baby.
Und ein verschobenes Workout.
Aber genau das ist eben auch das echte Leben.
Und trotzdem bin ich wieder um 5 Uhr aufgestanden.
Tag 16: erledigt.
