Tag 18 von 30 der Blogserie – um 5 Uhr aufstehen

Eine Nacht zum Vergessen

Manchmal gibt es Nächte, bei denen man schon am nächsten Morgen weiss:
Das wird heute kein besonders produktiver Tag.

Genau so eine Nacht war das heute.

Unsere Kleine zahnt gerade – was alleine schon für unruhige Nächte sorgt. Als wäre das nicht genug, hat sie sich bei diesem ständigen Wetterwechsel und dem gefühlten Dauerregen auch noch eine Erkältung eingefangen. Entsprechend war sie die ganze Nacht unruhig, hat geweint, sich immer wieder gewälzt und einfach keinen richtigen Schlaf gefunden.

Irgendwann mitten in der Nacht haben wir beschlossen, sie einfach zu uns ins Bett zu nehmen. In solchen Momenten denkt man immer, dass dann wenigstens alle ein bisschen besser schlafen können.

Die Realität sah allerdings etwas anders aus.

Es war zwar gemütlich, sie bei uns zu haben, aber wirklich erholsam war die Nacht trotzdem nicht. Jeder hat sich ständig bewegt, sie war immer wieder wach, und so richtig in den Tiefschlaf kam wohl keiner von uns.


Der Morgen – sehr zäh

Als der Wecker dann am Morgen klingelte, fühlte sich mein Körper ehrlich gesagt an, als hätte ich vielleicht fünf Minuten geschlafen.

Ich habe kurz überlegt aufzustehen, aber es ging einfach nicht.
Heute hat mein Körper ganz klar gesagt: Nein. Oder vielleicht war es einfach auch nur mein Kopf.

Am Ende bin ich etwa 45 Minuten später aufgestanden als geplant.

Mein Mann ist währenddessen mit der Kleinen noch im Bett geblieben, damit ich wenigstens kurz meinen Morgen starten konnte.

Der erste Weg führte, wie immer, direkt zur Kaffeemaschine.
Heute war dieser Kaffee wirklich dringend nötig.

Ich habe ihn langsam getrunken und versucht, überhaupt erst einmal richtig wach zu werden.


Trotzdem Yoga

Auch wenn meine Motivation heute eher im Keller war, habe ich mich danach trotzdem auf die Yogamatte gestellt.

Nicht weil ich unglaublich Lust darauf hatte, sondern weil ich dieses Experiment wirklich ernst nehme und es so gut wie möglich durchziehen möchte.

Es war definitiv kein besonders elegantes oder energiegeladenes Yoga heute.
Eher ein „Okay, wir bewegen den Körper irgendwie durch diese Übungen“-Yoga.

Aber immerhin: Ich habe es gemacht.

Danach habe ich mich fertig gemacht und versucht, mich ein bisschen in den Tag hineinzufinden.


Laune abhängig vom Wetter?

Meine Stimmung war heute allerdings… sagen wir mal ausbaufähig.

Ich habe langsam das Gefühl, dass meine Laune stärker vom Wetter abhängt, als ich mir eingestehen möchte. Und bei diesem grauen Himmel, Dauerregen und gefühlt null Sonnenlicht fällt es mir wirklich schwer, besonders motiviert zu sein.

Heute war übrigens auch noch Feiertag, also hatten wir eigentlich frei.

Theoretisch also ein perfekter Tag.

Praktisch hat es allerdings den gesamten Tag aus Kübeln geschüttet.


Ein ruhiger Tag zu Hause

Deshalb haben wir beschlossen, einfach einen ruhigen und gemütlichen Tag zu Hause zu verbringen.

Unsere Kleine war sowieso nicht besonders gut drauf. Zahnen und Erkältung gleichzeitig sind einfach keine gute Kombination.

Ihre Laune war ungefähr auf dem gleichen Niveau wie meine.

Also haben wir den Tag langsam angehen lassen, viel gespielt, viel gekuschelt und versucht, den Tag möglichst entspannt zu gestalten.


Spaziergang im Regen

Am Nachmittag wollte mein Mann noch ein bisschen Schlaf nachholen, da die Nacht ja für uns alle ziemlich anstrengend gewesen war.

Also habe ich die Kleine eingepackt und bin trotzdem mit ihr spazieren gegangen.

Frische Luft soll ja bekanntlich gut tun.

Das Ergebnis war allerdings etwas einseitig:

  • Ich war nach kurzer Zeit komplett durchnässt vom Regen
  • Sie lag trocken und gemütlich im Kinderwagen

Während ich also durch den Regen gelaufen bin, hat sie es sich unter ihrer Decke bequem gemacht und die Welt beobachtet.

Immerhin hat die frische Luft ihr tatsächlich ein bisschen gut getan.


Wenn Prioritäten sich verschieben

Heute musste ich mir allerdings auch eingestehen, dass nicht immer alles so läuft, wie ich mir das im Experiment vorgenommen habe.

Mein Journal habe ich heute nicht geschrieben.

Und auch meine Learning-Phase habe ich heute nicht geschafft.

Aber manchmal ist das Leben einfach stärker als jeder noch so gute Plan.
Meine Kleine brauchte heute einfach viel Nähe, Aufmerksamkeit und Geduld.

Und in solchen Momenten ist die Priorität ziemlich klar.

Dann darf alles andere auch mal warten.


Fazit von Tag 18

Heute war definitiv kein perfekter Tag in diesem Experiment.

Die Nacht war schlecht, der Start in den Morgen zäh und das Wetter hat die Stimmung auch nicht gerade verbessert.

Trotzdem habe ich:

  • meinen Morgen begonnen
  • meinen Kaffee genossen
  • Yoga gemacht
  • den Tag mit meiner Familie verbracht

Und vielleicht ist genau das auch eine wichtige Erkenntnis dieses Experiments:

Das Leben, vor allem mit Baby, läuft nicht nach perfekten Routinen.

Manchmal gewinnt die Planung.
Und manchmal gewinnt einfach das echte Leben.

Und heute war definitiv so ein Tag.

Tag 19/30 – um 5.00 Uhr aufstehen